Innenstadt: Lebendigkeit schafft Sicherheit
Die Landeshauptstadt und die Polizeidirektion Dresden ziehen eine positive Bilanz nach einem Jahr „Citywache – Zentrum für Prävention und Sicherheit“
Gemeinsam beschritten Polizei, Verwaltung, Citymanagement und weitere Partner aus der Stadtgesellschaft neue Wege, um die Dresdner Innenstadt sicherer und lebenswerter zu gestalten.
Raum gewinnen
Insbesondere an kriminalitätsbelasteten Orten besetzen Straftäter öffentliche Räume gezielt. Dem begegnet die Polizeidirektion Dresden mit sichtbarer Präsenz, konsequentem Einschreiten und täterorientierten Maßnahmen. Dazu zählen verstärkte Streifen von Polizei und Ordnungsamt, präventiv-polizeiliche Maßnahmen wie Aufenthaltsverbote und Messertrageverbote und vor allem eine konsequente Strafverfolgung im engen Schulterschluss mit der Staatsanwaltschaft. Ergänzt wird dies durch das Projekt „Systemischer Videoschutz“ sowie enge Kooperationen mit dem Einzelhandel.
Seit Eröffnung der „Citywache-Zentrum für Prävention und Sicherheit“ weist die Polizeiliche Kriminalstatistik für den gefährlichen Ort „Wiener Platz/Prager Straße“ eine positive Entwicklung aus. Besonders deutliche Rückgänge im Vergleich zum Jahr zuvor gibt es bei der Straßenkriminalität (-37,5 Prozent) und der Gewaltkriminalität (-22,5 Prozent).
Diese Aussage gilt insbesondere für die Rauschgiftkriminalität, welche um 10,6 Prozent angestiegen ist. Rauschgiftkriminalität gilt als sogenannte Holkriminalität. Der Anstieg liegt daher in erster Linie in der gestiegenen Polizeipräsenz und der damit einhergehenden stärkeren Kontrolltätigkeit begründet.
Raum gestalten
Um die Tatgelegenheiten am Wiener Platz zu zerstören und gleichzeitig Platz für eine positive Nutzung zu schaffen, werden bis Sommer zwei Pflanzkübel am Wiener Platz zurückgebaut.
Das Team der Citywache hat drei Dunkelortbegehungen durchgeführt – am Wiener Platz, an der Reitbahnstraße und in den Ferdinandhöfen. Dabei konnten dunkle Bereiche identifiziert werden, die bei den Menschen für Unsicherheit sorgen.
Gleichzeitig hat das Straßen- und Tiefbauamt der kriminalpräventiven Beleuchtung einen höheren Stellenwert gegeben. So beschäftigt sich derzeit eine gemeinsame Arbeitsgruppe von Stadt und Polizei mit der Verbesserung der Beleuchtung unter Sicherheitsaspekten.
Raum beleben
Dauerhafte Sicherheit braucht Menschen, Begegnung und Nutzung. Nach dem Raumgewinn und der Umgestaltung gilt es daher, Flächen aktiv zu beleben.
Für den Wiener Platz werden aktuell unterschiedliche Nutzungsbedarfe betrachtet. Eine Arbeitsgruppe diskutiert bereits erste Optionen für eine dauerhafte Belebung.
Gemeinsam für eine sichere und lebendige Innenstadt
Die Polizeidirektion Dresden und die Landeshauptstadt Dresden werden den eingeschlagenen Weg gemeinsam mit ihren Partnern fortsetzen.
Ziel bleibt eine Innenstadt, die sicher ist, weil sie lebendig ist – und lebendig bleibt, weil sie sicher ist.
Hier finden Sie den kompletten Artikel:
Fakten
- Die Polizeidirektion Dresden hat nach einem Jahr das Projekt 'Citywache - Zentrum für Prävention und Sicherheit' erfolgreich abgeschlossen.
- Die Stadtgesellschaft hat sich mit der Polizei zusammengetan, um die Dresdner Innenstadt sicherer und lebenswerter zu gestalten.
- Es gibt einen sogenannten 'Holkriminalität'-Anstieg in der Rauschgiftkriminalität.
- Der Anstieg liegt in erster Linie in der gestiegenen Polizeipräsenz und der damit einhergehenden stärkeren Kontrolltätigkeit.
- Bis Sommer werden zwei Pflanzkübel am Wiener Platz zurückgebaut, um Platz für eine positive Nutzung zu schaffen.
- Die Stadt und die Polizei arbeiten gemeinsam an der Verbesserung der Beleuchtung unter Sicherheitsaspekten.
- Die Innenstadt Dresden ist in Deutschland zu finden.
- Es gibt einen Rückgang im Vergleich zum Jahr zuvor bei der Straßenkriminalität (-37,5 Prozent) und der Gewaltkriminalität (-22,5 Prozent).
- Der Wiener Platz/Prager Straße ist ein gefährlicher Ort in Dresden.