Aus für sächsische Koordinierungsstelle NS-Raubgut in öffentlichen Bibliotheken
Nach vier Jahren Unterstützung für öffentliche Bibliotheken bei der Provenienzforschung nun das Ende: Die bundesweit einzigartige Koordinierungsstell…
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Fakten
- Die Sächsische Koordinierungsstelle für NS-Raubgut in öffentlichen Bibliotheken hat zum 30. September ihre Tätigkeit beenden müssen.
- Der Grund für die Einstellung der Arbeit ist das Ausbleiben finanzieller Mittel im aktuellen Doppelhaushalt 2025/2026.
- Die Stelle wurde 2021 gegründet und war bundesweit die erste ihrer Art.
- Ihr Ziel war es, insbesondere ländliche Bibliotheken im Umgang mit historischem Buchbestand und möglichen NS-Raubgut zu unterstützen.
- Die Koordinationsstelle war mit dem Provenienzforscher Volker Cirsovius besetzt.
- Sieben Standorte mit NS-Raubgutfällen nachgewiesen wurden.
- Insgesamt wurden der Pressemitteilung zufolge in den vergangenen Jahren 77 öffentliche Bibliotheken im Freistaat durch die Koordinierungsstelle betreut.
- Mit ihrer Hilfe konnten demzufolge an sieben Standorten NS-Raubgutfälle nachgewiesen werden.
- In drei Fällen mündete die Arbeit in konkrete Projektanträge beim Deutschen Zentrum Kulturgutverluste – „mehr als in jedem anderen Bundesland bislang“.
- Die Koordinierungsstelle wurde aufgrund einer Vereinbarung im Koalitionsvertrag der Sächsischen Landesregierung in der vergangenen Legislaturperiode (2019–2024) gegründet.
- Die Stelle wurde aufgrund eines Doppelhaushalts 2021 gegründet.
- Die Koordinierungsstelle ist in Dresden ansässig.